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<title>Arbeitsmethodik</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Arbeitsmethodik</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der Begriff <b>Arbeitsmethodik</b> beschreibt die Techniken und Regeln für eine rationelle und effektive Gestaltung von <a href="Arbeitsprozess_(Betriebswirtschaft)" title="Arbeitsprozess (Betriebswirtschaft)">Arbeitsprozessen</a> unter möglichst minimalem <a href="Aufwand" title="Aufwand">Aufwand</a> an <a href="Kapital" title="Kapital">Kapital</a>, <a href="Arbeitskraft" title="Arbeitskraft">Arbeitskraft</a>, <a href="Material_(Fertigungstechnik)" class="mw-redirect" title="Material (Fertigungstechnik)">Material</a> und <a href="Zeit" title="Zeit">Zeit</a> im Privatbereich und in Organisationen.
Diese Methodik dient dem <a href="Selbstmanagement" title="Selbstmanagement">Selbstmanagement</a><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> von arbeitenden Menschen beispielsweise in <a href="Unternehmen" title="Unternehmen">Unternehmen</a>, <a href="Hochschule" title="Hochschule">Hochschulen</a>, <a href="Schule" title="Schule">Schulen</a>, <a href="Beh%C3%B6rde" title="Behörde">Behörden</a>, <a href="Krankenhaus" title="Krankenhaus">Krankenhäusern</a> und anderen Institutionen.
Sie steht in enger Beziehung zu <a href="Lernmethode" title="Lernmethode">Lernmethoden</a> (z. B. Bestehen von <a href="Pr%C3%BCfung" title="Prüfung">Prüfungen</a>), zu <a href="Lehrtechnik" title="Lehrtechnik">Lehrtechniken</a>, zu Problemlösungs- und <a href="Kreativit%C3%A4tstechnik" class="mw-redirect" title="Kreativitätstechnik">Kreativitätstechniken</a> und zu Techniken für eine <a href="Wissenschaftliche_Arbeit" title="Wissenschaftliche Arbeit">wissenschaftliche Arbeit</a>.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beim Erlernen von Arbeitsmethoden besteht die entscheidende Frage darin, wie Routinearbeit mit der richtigen Arbeitstechnik praktisch zu bewältigen ist, damit genügend Zeit für die planvolle geistige Arbeit übrig bleibt. Im Hinblick auf das Selbstmanagement gibt es folgende Schwerpunkte der Arbeitsmethodik:<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Arten">Arten</h2></div>
<ul><li>Das <i><a href="Zeitmanagement" title="Zeitmanagement">Zeitmanagement</a></i> ist die konsequente und zielorientierte Anwendung praktischer Arbeitstechniken, um sich selbst so zu führen und seine Bedingungen so zu organisieren, dass die zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll genutzt wird.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Um dieses persönliche <a href="Ziel" title="Ziel">Ziel</a> zu erreichen, sind die Prioritäten richtig zu setzen und es sind zweitrangige Aufgaben an andere Personen zu delegieren. Der arbeitende Mensch darf sich nicht durch Nebensächlichkeiten vom richtigen Weg abbringen lassen, beispielsweise durch zu zeitaufwendiges und nicht effektives <a href="Telefonieren" class="mw-redirect" title="Telefonieren">Telefonieren</a> oder Bearbeiten von <a href="E-Mail" title="E-Mail">E-Mails</a>. Überhaupt ist effektive <a href="Kommunikation" title="Kommunikation">Kommunikation</a> für das Zeitmanagement von großer Bedeutung. Der arbeitende Mensch sollte einen aufgeräumten Schreibtisch haben, Terminkalender führen (lassen), Ordnung halten, Checklisten nutzen,<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Tagesplanung verwirklichen, Zeitverlustanalysen vornehmen und messbare Zielformulierungen erwirken.</li>
<li>Das <i><a href="Stressmanagement" title="Stressmanagement">Stressmanagement</a></i> hilft dem arbeitenden Menschen, den bestehenden Druck und die gegebene Anspannung zu bekämpfen. Hier können Techniken der Stressbewältigung,<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Yoga" title="Yoga">Yoga</a>, <a href="Meditation" title="Meditation">Meditation</a>, Entspannungsübungen und <a href="Autogenes_Training" title="Autogenes Training">Autogenes Training</a> hilfreich sein. Letztere Alternative ist nach I.H. Schulz eine Möglichkeit der gezielten Selbstentspannung, indem sich der arbeitende Mensch in Ruhestellung mit geschlossenen Augen bestimmte Sätze suggeriert und sich damit selbst zur Ruhe bringt.</li>
<li>Das <i>persönliche <a href="Energiemanagement" title="Energiemanagement">Energiemanagement</a></i> als das geschickte Bemühen des arbeitenden Menschen um Einsparung von unnötig eingesetzter geistiger und körperlicher Energie. Neben der Energie, die der Mensch notwendigerweise in sinnvolle Arbeit steckt, verliert er häufig Energie durch starke Affekte, die sich beispielsweise in Wut, Ärger und Aggressionen äußern. Außerdem leidet mancher Arbeitende unter einem Energieabfluss, der dazu führt, dass er sich weniger leistungsfähig fühlt. Deshalb benötigt der Betroffene ein System der Energieaktivierung.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Das Selbstmanagement zur <i>Lebensbewältigung</i> beginnt mit dem Setzen persönlicher Ziele. Dann überlegt der arbeitende Mensch, wie er diese Ziele durch seine persönliche Planung erreichen kann. Um einen persönlichen <a href="Erfolg" title="Erfolg">Erfolg</a> zu erzielen, versucht er die gesetzten Ziele zu realisieren. Dabei dienen die persönlichen Ziele als Soll-Größen zur Orientierung und zeigen ihm, wohin der Weg gehen soll. Sie beschreiben aus dem Blickwinkel der Gegenwart Zustände, die in der Zukunft erreicht werden sollen. So entsteht ein individueller Prozess der Lebensbewältigung.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach dem Konzept der persönlichen Ziele reagiert der arbeitende Mensch nicht nur auf äußere Anreize.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er erfüllt nicht nur das, was man von ihm fordert, sondern er handelt vor allem, um sich selbst gesetzte, persönliche Ziele zu verwirklichen.</li></ul>
<p>In verschiedenen <a href="Wissenschaft" title="Wissenschaft">Wissenschaften</a> werden spezielle Arbeitsverfahren und Arbeitsmethoden vorgeschlagen, z.&nbsp;B. Arbeitsmethoden in den <a href="Naturwissenschaft" title="Naturwissenschaft">Naturwissenschaften</a> (u.&nbsp;a. in der Technik, Chemie, Metallbearbeitung), Arbeitstechniken für Juristen,<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Methoden für Ökonomen, Psychologen bzw. für Pädagogen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>E. Püschel: <i>Selbstmanagement und Zeitplanung</i>, Stuttgart 2010</li>
<li>L.J. Seiwert: <i>Das 1 × 1 des Zeitmanagements</i>, 20. Aufl., Landsberg/Lech 2001</li>
<li>R.W. Stroebe: <i>Arbeitsmethodik</i>, 9. Aufl., Hamburg 2010</li>
<li>H. Wagner: <i>Persönliche Arbeitstechniken</i>, 4. Aufl., Speyer 1992</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">L.J. Seiwert: <i>Selbstmanagement</i>, Landsberg/Lech 1996</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">H.J. Rahn: <i>Techniken geistiger Arbeit</i>, Hamburg 2011, S. 40 f., S. 91 f. und S. 114 f.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">R.W. Stroebe: <i>Arbeitsmethodik</i>, 9. Aufl., Hamburg 2010, S. 9 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">L.J. Seiwert: <i>Mehr Zeit für das Wesentliche</i>, 14. Aufl., Landsberg/Lech 1992, S. 14 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">G. Feyler: <i>Hundertvierzig Checklisten</i>, 4. Aufl., München 1992</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">E. Crisand, U. Lyon, G. Schinagl: <i>Anti-Stress-Training</i>, 4. Aufl., Frankfurt/Main 2004</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">G. Sator: <i>Business Energy: Mehr Erfolg, Zeit und Geld durch geschicktes Energiemanagement</i>, Zürich 2006</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">H.J. Rahn: <i>Zum Sinn des Lebens, Erinnerungen und Postulate zur Lebensbewältigung</i>, Hamburg 2012, S. 253–270</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">J.C. Brunstein, G.W. Maier: <i>Persönliche Ziele: Ein Überblick zum Stand der Forschung.</i> In: <i>Psychologische Rundschau</i>, 47. Jg. (1996), S. 146–160</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">M. Sikora: <i>Kleine Arbeitsmethodik für Juristen</i>, München 2012</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">H. Klippert: <i>Methodentraining</i>, 14. Aufl., Weinheim 2004</span>
</li>
</ol></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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